Kurz vor Neujahr habe ich dreieinhalb Tage mit meinem Mann Prospi in Berlin verbracht. Die Zugreise von der Schweiz aus verlief sehr unkompliziert. Ich habe diese Zeit genutzt, um für mich einen Jahresrückblick zu machen und Intentions für das kommende Jahr zu setzen. Daneben war ich hauptsächlich in Second Hand Shops, Fair Fashion Läden und Restaurants zu finden. 😊 Auf diesem kulinarischen Trip habe ich ein paar geniale Entdeckungen gemacht. Deshalb habe ich beschlossen, jene Restaurants, die mich richtig überzeugt haben, mit euch in diesem Artikel zu teilen.

Cat Tuong

Nach der langen Zugfahrt von der Schweiz bis nach Berlin hatten wir richtig Lust auf ein wärmendes, leckeres, gesundes Abendessen. Zum Glück hat uns eine Freundin das vietnamesische Restaurant Cat Tuong empfohlen. Das war genau, was wir an unserem ersten Abend brauchten! Das Cat Tuong ist super gemütlich eingerichtet mit viel kreativen Dekoelementen. Es ist ein kleines Lokal, bei dem man fast Körperkontakt zu seinen Tischnachbarn hat. Die Bedienung ist super sympathisch und wir fühlten uns richtig wohl. Die Speisen sind alle vegan. Obwohl die Karte relativ klein ist, war es für uns gar nicht so einfach uns zu entscheiden, da vieles sehr lecker klang.

So haben wir uns als Vorspeise diese klare Suppe geteilt. Ich bin ja eigentlich nicht so Fan von klaren Suppen, aber diese war ein richtiges Geschmackserlebnis mit zahlreichen Pilzsorten, Zitronengras und vielem mehr.

Als Hauptspeise hatte ich diese bunte Bowl und war mehr als zufrieden. Unter anderem enthielt sie eine gebratene Pilz-Tofu-Mischung und zahlreiches Gemüse an leckeren Saucen.

Prospi entschied sich ebenfalls für eine Bowl auf Reisbasis mit vielen bunten leckeren Komponenten wie Algensalat und glasierten Süsskartoffeln.

Daluma

Das Daluma ist definitiv der Ort, an dem wir die meiste Zeit verbracht haben. Dies hat damit zu tun, dass es praktisch immer geöffnet ist und für jede Mahlzeit eine super Auswahl anbietet. Wir haben dort gefrühstückt, zu Abend gegessen, einen Snack gegessen und manchmal auch einfach nur ein Heissgetränk bestellt. Das Lokal ist modern und gemütlich eingerichtet. Die Karte ist zwar nicht ausschliesslich, aber doch grösstenteils vegan. Beim Angebot wird stark auf Gesundheit und Nachhaltigkeit gesetzt. Nicht nur die Zutaten, sondern auch die Zubereitung ist höchstqualitativ. Wir genossen es sehr, uns durch die kreative Karte durchzuprobieren.

Am meisten bestellt wurde von uns der Chai Latte. So ein leckerer und grosser Chai war in den kalten Wintertagen oftmals genau das richtige. Man kann übrigens bei allen Getränken nebst tierischer Milch auch zahlreiche pflanzliche Milchalternativen auswählen. Mit Kokosblütenzucker konnten wir den Chai noch süssen.

Dies war mein Raw Cacao Latte mit Hafermilch. Falls du ein Schokoladenfan bist – unbedingt ausbrobieren! So ein leckeres Getränk!

Als Frühstück habe ich die fermentierten Oats mit Mangocrème und Cashewkernen bestellt. Speziell und sehr lecker. Ich liebe ja sowohl Fermentiertes, als auch Hafer… Prospi entschied sich für die warmen süssen Buchweizen mit Blaubeeren und Bananen.

Hier ein Abendessen, das ich im Daluma zu mir nahm. Es handelte sich um en Kichererbsen-Kürbis-Curry mit Kokosjoghurtsauce, Vollreis, viel Koriander und Cashews. Ganz nach meinem Geschmack!

Dies ist der Avocado-Hummus-Toast vom Daluma. Es wird ein Vollkornbrot mit Karotte und Walnüssen verwendet.

Das glutenfreie Bananenbrot vom Daluma ist ebenfalls sehr empfehlenswert.

Und hier haben wir noch einen der vielen Smoothies, die man im Daluma bestellen kann, ausprobiert – natürlich jener mit vieeel Kakao. War richtig lecker und nahrhaft.

 

Superfran’s Feinkost Manufaktur

Da ich zu Hause selten roh esse, aber auswärts eigentlich fast immer nur gute Erfahrungen mit der Rohost-Küche gemacht habe, finde ich es immer spannend, neue Restaurants in diesem Bereich kennenzulernen. Insbesondere rohe Kuchen sind oftmals sehr lecker. Toll ist, dass natürlich automatisch vegan und vollwertig sind. Im der Superfran’s Feinkost Manufaktur kann man jede Menge Kuchen kaufen. Daneben werden auch weitere rohe Produkte wie Cracker, Granola und Kekse verkauft. Als Take-Away kann man mittags jeweils auch ein Menü bestellen.

Wir haben uns für das Mittagsmenü des Tages entschieden. Dieses enthielt einen grossen Salat mit Sauerkraut und Pilzen. Dazu gab es rohe «Cevapcici», einen erfrischenden Dip auf Nussbasis und Saatencracker.

Wir haben es auch geschafft, uns bei der grossen Auswahl für ein Dessert zu entscheiden. So teilten wir uns dieses Pistazientörtchen mit Beerenfüllung und Schokotopping. Ein Traum!

Secret Garden

Würde ich in Berlin leben, wäre ich definitiv regelmässig im Secret Garden. Ich bin fasziniert von der japanischen Küche, die jedoch leider viele tierische Produkte enthält. Im Secret Garden gibt es viele japanische Klassiker und japanisch inspirierte Kreationen, die alle vegan sind. Und dazu war alles noch so unglaublich lecker! Das Restaurant schien relativ neu zu sein, da es von aussen noch nicht beschildert und immer noch ein bisschen im Umbau war. Wir sind durch Zufall darauf gestossen, weil es gleich neben einem Fair Fashion Schuhladen, den wir besuchten, liegt. Zum Glück! Den Kellner, der uns bediente, kannten wir lustigerweise schon vom Cat Tuong. So erfuhren wir, dass beide Lokale demselben Besitzer gehören.

Ins Secret Garden kamen wir zum Mittagessen. Prospi bestellte sich als Einstieg einen Mango-Kokos-Lassi, der dann gleich auch als Dessert diente.

Wir bestellten Gyoza, zwei verschieden Sushisorten, Nasu Dengaku (geröstete Aubergine mit einer leicht süsslichen Miso-Sauce) und eine super leckere Reisbowl mit Kürbis, Avocado und kräftig mariniertem Tempeh. Die Sushis im Secret Garden bestehen alle aus schwarzem Reis und richtig kreativen Kombiationen, wie beispielsweise das Kidneybohnen-Himbeertopping zur Füllung aus Rande und veganem «Thunfisch» auf Tofubasis.

Lucky Leek

Jetzt wird’s langsam ein bisschen fancy. Die Küchenchefin des Lucky Leek, Josita Hartanto, hat sich auf exquisite Küche spezialisiert und wurde bereits mit einem Guide Michelin Eintrag belohnt. Das Abendkonzept war relativ simpel. Wir konnten zwischen dem 3-Gang- und dem 5-Gang-Menü auswählen. Dazu gab es noch die Möglichkeit, statt dem Dessert eine vegane Käseplatte zu erhalten. Wir haben uns beide für das 3-Gang-Menü entschieden.

Das kulinarische Erlebnis startete mit einem ausgezeichneten Gruss aus der Küche. Darauf folgte als erster Gang eine leckere Kürbissuppe.

Der Hauptgang bestand aus einem Tomaten-Auberginen-Türmchen auf Kräuter-Quinoa mit gebackenen gefüllten Pilzen. Obwohl es mir schmeckte, muss ich ehrlicherweise auch sagen, dass es sich für mich etwas komisch anfühlte, Ende Dezember Tomaten, Auberginen und Basilikum serviert zu bekommen…

Als Dessert nahm Prospi die süsse Variante. Insbesondere das Kaffee-Eis war sehr lecker. Ich habe mich für die Platte mit acht verschiedenen allesamt hausgemachten Käsesorten auf Nussbasis entschieden und bereute die Wahl nicht.

Kopps

So und nun zu meinem absoluten Highlight. Das Abendessen im Kopps war wohl das teuerste, aber auch eindeutig das Beste. So ein kreatives Haute Cuisine Angebot, dass sich voll und ganz an saisonalem Gemüse inspiriert, habe ich selten erlebt. Im Kopps wird wirklich hauptsächlich mit natürlichen pflanzlichen Produkten gearbeitet – immer mit dem Ziel, das beste aus ihnen rauszuholen. Das Resultat sind perfekt harmonisierende, überraschende Kombinationen aus Geschmäckern, Texturen, Farben und Formen. Das Lokal ist gemütlich und die Stimmung irgendwie eine Mischung aus edel und alternativ. Ziemlich so, wie es im Hipster-Logo repräsentiert wird. Jeder kann sich im Kopps wohlfühlen. Entsprechend hatte es auch ganz verschiedene Gäste wie Familien, Touristen und alle Altersstufen. Ich finde es sehr sympathisch, dass nachhaltiger Genuss mit einer Küche, die Gemüse auf höchstem Niveau zelebriert, so vielen Leuten zugänglich gemacht wird.

Auch hier bekamen wir als Einstieg einen kleinen Gruss aus der Küche.

Meine Vorspeise war eine cremige Steinpilzsuppe mit Quitteneinlage, die zu meiner Überraschung in einer Cappuccino-Tasse mit viel Schaum serviert wurde. Wer hätte gedacht, dass Steinpilze und Quitten so gut zusammenpassen?

Diese Kunstwerke sind die verschiedenen weiteren salzigen und süssen Gänge, die wir ausgewählt haben.

Zum Schluss wurden wir noch mit diesen Pralinen verwöhnt.

Ich hoffe, diese Restaurant-Tipps helfen dir weiter, falls du einen Aufenthalt in Berlin planst.

Warst du schon mal in Berlin? Hast du noch andere Tipps?


2 Comments

  • Isabel

    09:37, 11. Februar 2019 Antworten

    Hey Lisa,

    in deiner Liste fehlt auf jeden Fall noch das GaYaYa in der Reinhardtstraße! 😊👌

    LG


    • Lisa Bischofberger

      10:38, 11. Februar 2019 Antworten

      Hallo Isabel

      Danke für diesen Hinweis. <3 Vom GaYaYa hatte ich zuvor nicht gehört. War gerade auf der Webseite und es klingt fantastisch! Muss ich unbedingt ausprobieren, wenn ich das nächste Mal in Berlin bin.

      Einen lieben Gruss

      Lisa


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