Ich habe soeben einen neuen SRF Dokumentarfilm zur «Generation Selfie» geschaut. Der Film löste viele Gefühle in mir aus. Insbesondere gab er mir das Gefühl, dass die intensive, liebevolle Babymassage nach Newar-Tradition in unserer Gesellschaft heute wertvoller ist als je zuvor.

Vielleicht fragst du dich, was Babymassage mit Selfies zu tun hat. Darauf werde ich in diesem Artikel eingehen.

Ich fand es faszinierend stark, wie offen einige Kinder und Jugendlichen aus dem Dokumentarfilm ihre Sucht (von ihnen selbst so bezeichnet) nach Anerkennung über Likes thematisieren konnten. Gleichzeitig haben mich ihre Aussagen auch nachdenklich gestimmt. Bewusst inszenieren sie sich selbst auf Fotos und Videos, weil sie damit ein fehlendes Selbstwertgefühl kompensieren möchten. Um möglichst viele Likes zu erhalten, lassen sich bereits Minderjährige ihre Lippen aufzuspritzen. Mit geeigneten Apps lassen sie Narben aus dem Gesicht verschwinden und ihre Körper dünner aussehen, bevor ein Foto hochgeladen wird. Die Begründung ist, dass im Internet halt alles perfekt sein müsse. Alle wissen, dass es eine Scheinwelt ist.

Was ist nun das Problem dabei? Ich möchte auf keinen Fall alle Jugendlichen in einen Topf werfen. Ebenso sehe ich Social Media Plattformen überhaupt nicht nur als schlecht. Und ich bin mir auch nicht sicher, ob der irreale Schönheitswahn in meiner Kindheit und Jugendzeit weniger vorhanden war – man denke zum Beispiel an die weite Verbreitung von Zahnspangen aus ästhetischen Gründen. Ich finde es allerdings kritisch, wenn junge (und natürlich auch erwachsene) Menschen ihr Selbstwertgefühl abhängig machen von der Anzahl Likes auf ein Selfie, das nicht einmal ihr reales Wesen widerspiegelt.

Wie können sie dann Wertschätzung empfinden für ihr wahres Ich in der realen Welt, in der Narben und Körperrundungen nicht nach Lust und Laune mit einem Knopfdruck verschwinden? Wie können sie überhaupt Liebe für sich selbst verspüren, ohne eine äussere Bewertung von (fremden) Menschen als Bestätigung beizuziehen?

Da die Kinder heutzutage bereits im Primarschulalter süchtig nach Likes werden können, ist es umso wichtiger, ihnen möglichst früh ein Fundament von Selbstliebe zu vermitteln.

Mit einer regelmässig durchgeführten intensiven Ganzkörpermassage können Eltern ihrem Neugeborenen ab dem ersten Lebenstag Geborgenheit und Liebe vermitteln. Das Baby fühlt sich bedingungslos geliebt, weil es nichts tun muss, um diese tiefe Nähe, Aufmerksamkeit und Berührung seiner Eltern zu erhalten. In diesem Alter kommt es noch gar nicht auf die Idee, sich zu verstellen. Es ist einfach wie es ist. Und die Eltern zeigen ihm, dass sie es genau dafür von ganzem Herzen lieben.

So lernt ein Kind gleich von Anfang an, dass es wertvoll und geliebt ist. Auf dieser soliden Basis kann sich eine wunderbare Selbstliebe entwickeln. Genau diese Selbstliebe wird den Babys von heute helfen, nicht in die Sucht der Selbstinszenierung und Anerkennung über Likes zu geraten, wie auch immer diese in ein paar Jahren aussehen wird.

Ich bin wirklich überzeugt, dass wir Menschen lernen müssen, uns selbst zu lieben. Denn nur wenn wir uns selbst voll und ganz akzeptieren und wertschätzen, können wir echte Beziehungen eingehen, mit Herausforderungen umgehen, unser Potential ausleben und richtig glücklich sein. Das ist es doch, wonach wir alle streben. Und das ist es auch, was wir unseren Kindern mitgeben möchten.

Was denkst du dazu? Auf welche Arten können wir unseren Babys und Kindern auch noch zu Selbstliebe verhelfen?

Herzlicher Gruss

Lisa

In meinen Gruppen- und Privatkursen lernst du in vertrauter Atmosphäre, liebevoll dein Baby nach der bewährten Newar-Methode zu massieren. Ich freue mich, dir diese wunderbare Babymassage zu vermitteln. 

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