Sechs Monate lang durfte ich die liebe Sarah in einem 1:1 Coaching begleiten. Ihr Ziel war es, Gewicht zuzunehmen und die Periode wieder zu bekommen. Erreicht hat sie jedoch noch viel mehr. Sie konnte endlich ihre Essstörung komplett hinter sich lassen, sich mit ihrer Weiblichkeit verbinden und in allen Lebensbereichen aufblühen. Lese hier ihre inspirierende und berührende Transformationsgeschichte in ihren eigenen Worten:

“Essstörungen haben mich seit meiner frühen Jugend begleitet. Immer wieder habe ich professionelle Hilfe in Anspruch genommen; auch einige Spitalaufenthalte waren notwendig, um diese zu überwinden. Es gelang mir immer nur kurzfristig, aber nie nachhaltig. Das Grundproblem, das Festhalten an einem sehr reduzierten androgynen Schönheitsideal an der Grenze zur Anorexie und die Schwierigkeit, meine Weiblichkeit und einen weiblichen Körper mit Rundungen anzunehmen, hinderten mich daran, wirklich dauerhaft gesund zu werden. Wie mir später in den tiefgehenden Gesprächen mit Lisa bewusst werden sollte, hatte ich auf emotionaler Ebene die Pubertät wohl nie erfolgreich überstanden und war nie im Frausein angekommen. Ein weiblicheres Aussehen nach einer Gewichtszunahme im Rahmen einer Therapie war mir im Grunde immer irgendwie unheimlich; ich kam damit nicht klar und  flüchtete immer wieder in einen fast kindlichen Körper zurück, in dem ich mich zu verstecken versuchte und den ich kaum spürte. Das war wohl Ausdruck meiner grossen Angst vor Veränderung und vor dem eigenen Licht, der sich wie ein roter Faden durch mein Leben zog.

Meine Fixiertheit auf Dünn-Sein-Wollen, Essen und Methoden des Loswerdens des Essens kam immer zurück in den Vordergrund und beeinträchtigte mich in allen Lebensbereichen, u.a. in Form von körperlicher Schwäche, Konzentrationsproblemen, mangelnder Inspiration und massiver Selbstzweifel. Trotz der Mangelzustände in meinem Körper und des Chaos in meinem Kopf schaffte ich es, dank meiner eigenen Disziplin und Zielstrebigkeit, meiner liebevollen Familie und ProfessorInnen, die mich immer sehr unterstützten und den Glauben an mich nie verloren, die Matura zu machen und ein Studium abzuschliessen. Ausserdem ging mein Jugendtraum in Erfüllung, in Italien ein zweites Zuhause zu finden. Als ich nach der Uni die sehr bereichernden, intensiven  und schwierigen Jahre in Wien hinter mich liess und nach Norditalien übersiedelte, um dort meine Abschlussarbeit zu schreiben, verliebte ich mich und beschloss, zu bleiben und mit meinem Partner zusammenzuleben. Irgendwann gelang es mir auch, beruflich Fuss zu fassen, einen für mich machbaren und eigentlich recht gut zu mir passenden Job mit guten Rahmenbedingungen und sehr netten und hilfsbereiten KollegInnen zu finden.

Vor dem Hintergrund des Todesfalls eines nahen Angehörigen und dem Beginn des ersten Lockdowns stürzte ich erneut in eine Krise. Ich geriet in eine schwere anorektische Phase, lebte in einem ständigen Energiedefizit mit erheblichem Untergewicht, Bewegung rund um die Uhr bei sehr kalorien- und kohlenhydratarmer und unregelmässiger Ernährung. Es fühlte sich normal an, ständig Hungergefühle zu verspüren und die häufigen Blutzuckertiefs glich ich, wenn überhaupt, nur mit süssen Likören aus. Mir machte auch die Tatsache Sorgen, dass meine Knochen sehr unter diesem Raubbau litten – zum zweiten Mal in meinem Leben wurde mir in einem dafür noch viel zu jungen Alter Osteoporose diagnostiziert – und vor allem dass mein Menstruationsyzklus schon seit fast 2 Jahren ausblieb und sich nicht mehr einstellen wollte. In meinem bisherigen Leben hatte ich diesem Thema nie besonders viel Bedeutung geschenkt; aufgrund der Essstörungen war meine Periode immer nur sehr sporadisch aufgetreten. Ich kannte es nicht anders, es war einfach so. Einzig und allein nach dem letzten stationären Aufenthalt hatte sich für einige Monate lang eine gewisse Regelmässigkeit meiner Periode eingestellt, und es war eigentlich immer ein sehr schönes Gefühl gewesen, wenn sie gekommen war. Mir wurde bewusst, dass ein regelmässiger Menstruationsyzklus auch ein Indikator für die allgemeine Gesundheit einer Frau war, dass ich ihn unbedingt zurückerhalten wollte, es mit diesem ungesunden Lebenswandel aber wohl keineswegs funktionieren konnte.

Ich machte mich auf die Suche nach einem Ausweg aus dieser Situation und stiess dabei auf Lisa und ihren ganzheitlichen Ansatz, von dem ich mich sofort total angesprochen fühlte.

Was in den ersten drei Monaten unserer Arbeit im Vordergrund stand war, Gewicht aufzubauen, zu einem regelmässigen Essverhalten zurückzufinden, die Angst vor Kohlenhydraten zu überwinden und mich erneut an das Gefühl der Sättigung zu gewöhnen und dieses als normal und angenehm zu empfinden. Allmählich schaffte ich es wieder, 3 Male pro Tag zu essen und entdeckte meine Liebe zu Porridge als Frühstück, den ich seither immer geniesse und aufgrund seiner wärmenden und nährenden Qualitäten sehr zu schätzen weiss. Bis eine Gewichtszunahme eintrat, dauerte es allerdings. Aufgrund meiner Angst davor hielt ich meine Portionen anfangs noch sehr klein. Irgendwann gelang es mir, hier wirklich voll und ganz eine Veränderung zu wollen, die positive Aspekte eines gesünderen Gewichts voll zu erkennen, die Portionen zu erhöhen und eine Zeitlang auch hochkalorische Getränke als Zwischenmahlzeiten (die ich aus der Klinik schon kannte) einzubauen. Lisa motivierte mich immer sehr, meinen Gesundheitsweg fortzusetzen, und die von Mal zu mal gestellten Aufgaben waren hierbei äusserst hilfreich. Sehr viel Freude, und Kraft zur Umsetzung verlieh mir insbesondere der Liebesbrief an mich selbst, in dem ich mir selbst versprach, mich unendlich und bedingungslos zu lieben und ganz besonders dann, wenn meine Unzulänglichkeiten und Schattenseiten hervortraten und ich meine Liebe am meisten benötigte. Dieser Brief an mich selbst liess mich auch erkennen, dass tief in meiner Seele ein ganz starker Wunsch vorhanden war, gesund zu sein, mich “blühen, vor Glück und Gesundheit strahlen zu sehen, wie einen tief verwurzelten Baum, der ins Licht wächst”.  Am Ende des ersten 1:1 Coaching Programms hatte ich tatsächlich eine Gewichtszunahme erreicht, meine Knochendichte hatte sich wieder verbessert, ich fühlte mich schon viel wohler in meiner Haut, vitaler und geistig präsenter und bekam auch viel positives Feedback seitens meiner Familie. Für die Menstruation war mein Körper allerdings noch nicht ganz bereit. Mir war klar, dass die Voraussetzungen noch nicht ganz gegeben waren, dass mein Gewicht noch weiter steigen musste und noch Lebensstilanpassungen notwendig waren. Ich entschied mich für eine Fortsetzung des Coachings. Dabei kristallisierte sich u.a. heraus, dass ich eine für den Menstruationsyzklus wahrscheinlich zu stressintensive Morgenroutine praktizierte, die intensive sportliche Betätigung beinhielt. Ich erkannte, dass diese trotz der schon gut funktionierenden regelmässigen Mahlzeiten einen potenziellen Stressfaktor darstellte und den Menstruationsyzklus möglicherweise verhinderte. Obwohl mir das zu Beginn total unmöglich erschien, verabschiedete ich mich zunächst von meiner täglichen Laufrunde, da mir das ohnehin nie wirklich Spass gemacht hatte und ich das für meinen Körper für zu anstrengend hielt, und legte die gleiche Strecke dann gehend zurück. Damit sich das morgens vor der Arbeit mit Frühstuck etc. jedoch zeitlich alles ausging, musste ich früher aufstehen, was zu einem Schlafdefizit führte – ebenfalls ein Stressfaktor.

Das absolute Schlüsselthema und auch die Lösung dieses Problems bei mir war die Annahme meiner Weiblichkeit. Die mir gestellte Aufgabe, die Ängste und Freuden in diesem Zusammenhang aufzulisten, war mir zunächst sehr unangenehm und ich schob sie länger vor mich hin, da ich mit diesem Thema nie viel anfangen konnte und irgendwie Angst davor hatte, mich damit auseinanderzusetzen. Letzten Endes war die Beschäftigung damit jedoch so heilsam und befreiend und ich stellte mit Freude fest, so überraschend viele positive Aspekte zu erkennen. In einer schlaflosen aber transformativen Nacht wurde mir bewusst, dass ich wirklich mit voller Überzeugung und aus tiefstem Herzen endlich eine Frau sein und in einem weiblichen Körper mit seinen ganz individuellen Formen und Rundungen leben wollte. Ich schloss endlich Frieden mit mir selbst und meinem Körper. Diese Erkenntnis half mir auch dabei, das Thema Sportreduktion anzugehen. Nun ging es nicht mehr darum, meine niemals perfekten Körperformen zu verändern und in eine gewisse Form zwingen zu wollen, sondern mich durch leichte und sanftere Bewegung erfrischt und lebendig zu fühlen. Und ich schöpfte die Motivation, mich nun von allen Schönheitsidealen zu verabschieden und mich in meinem ganz besonderen und einzigartigen Körper zuhause fühlen, diesen gesund zu erhalten, zu nähren und zu lieben so wie er ist. Mein Menstruationsyzklus hat sich übrigens auch gefreut und ist zum Leben erwacht; nach zwei kleinen ersten Anzeichen blutete ich beim dritten Mal noch kurz und schwach aber “eindeutig”. Dies war einer der schönsten Tage in meinem bisherigen Leben. Mit dieser Blutung habe ich ein grosses Ziel erreicht, ich sehe sie als grossen Meilensteil und auch als Anfangspunkt der sicher wunderschönen und intensiven letzten Jahre mit meinem Menstruationszyklus – ich bin bald Ende 30 -, aber auch insgesamt als Frau und als Zeichen, dass ich noch daran arbeiten kann, meine Periode zu unterstützen und mithilfe meiner Intuition sehr genau beobachten und ausprobieren darf, welche Anpassungen hier noch hilfreich sind.

In diesem halben Jahr habe ich so viel über mich erfahren und mich intensiv mit mir selbst beschäftigt; auf diesem Gesundheitsweg habe ich gelernt, wieder in Liebe für mich zu sorgen und mich zu nähren, auf meine Bedürfnisse zu achten, gegen die Stimmen der Magersucht anzukämpfen und dass es immer hilft, wenn ich ganz bewusst gute Entscheidungen für meine Gesundheit und meinen Menstruationszyklus treffe und meine Weiblichkeit bejahe, und bin so unglaublich dankbar für alles, was ich im Rahmen der liebevollen und professionellen Begleitung durch Lisa erreichen konnte. Sie hat mich so sehr inspiriert; ich konnte meine Ziele erreichen und so viele Erkenntnisse und körperliche und geistige Energie gewinnen, die meinen Kopf nun freier gemacht haben für andere Themen als nur (Nicht-)Essen, Gewicht und die Sorge und Verzweiflung über die nicht eintretende Menstruation. Unser Coaching war genau die richtige Hilfe in dieser Lebenslage. Ich habe mich immer so sehr darauf gefreut und fühlte mich so wertgeschätzt, ermutigt und an der Hand geführt. Es ist nicht leicht, los zu lassen doch ich fühle mich nun gestärkt, weiblicher und mehr als je zuvor mit mir selbst verbunden und sehe den Moment gekommen, wieder mutig und vertrauensvoll in den Fluss des Lebens einzutauchen – ich bin schon gespannt, wohin die Reise als nächstes führen wird.”

Ich bin zutiefst dankbar, dass ich Sarah auf dieser Reise begleiten durfte.

Falls du auch ein 1:1 Coaching mit mir machen möchtest, gibt es noch 2 Plätze, um dieses Jahr zu starten. Schreibe mir gerne per Mail, weshalb du das Coaching möchtest welches deine Ziele sind: lisa@filipe.ch.

Herzlich

Lisa

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