Es gibt auf der Welt viele Zyklen, wie beispielsweise der Tag-Nacht-Zyklus, der Jahreszeitenzyklus oder der Mondzyklus. Sie alle haben ihren Einfluss auf uns Menschen. Einzigartig bei den Frauen ist die Tatsache, dass sie in der Regel und einer bestimmten Altersspanne zusätzlich ihren ganz individuellen menstruellen Zyklus haben. Was es bedeutet, die Ernährung zyklisch zu gestalten, und wie es deine Gesundheit ganzheitlich unterstützen kann, erkläre ich in diesem Artikel.

Die zyklische Natur der Frauen ist einzigartig

Frauen im menstruationsfähigen Alter sind zyklische Wesen. Der weibliche Körper funktioniert nicht jeden Tag gleich. Seine Bedürfnisse und Stärken ändern sich in Laufe eines Menstruationszyklus. Dies kann mit dem sich ständig ändernden Hormonstatus erklärt werden. Im Laufe eines Zyklus sind von Tag zu Tag unterschiedliche Hormone dominant. Aus Ayurveda-Sicht kann die zyklische Natur der Frau mit dem Auftreten von drei Elementarenergien , auch genannt „Doshas“, erklärt werden. Je nach Zyklusphase verhalten sich die drei Doshas unterschiedlich. Es gibt weitere Medizinsysteme, die auf ihre Art und Weise erklären, wie  Frauen dem menstruellen Zyklus unterliegen.

Als ich meine erste Periode hatte, war mir in keiner Weise bewusst, dass ich von nun an ein zyklisches Wesen bin. Ich versuchte weiterhin jeden Tag gleich leistungsfähig zu sein und machte keine bewussten Veränderungen in Bezug auf die Ernährung oder den Lebensstil. Im Nachhinein denke ich, dass ich damit gegen meine Natur gelebt habe. Erst als ich viele Jahre später nach dem Absetzen der Pille Amenorrhoe, also eine ausbleibende Periode, hatte und eine PCOS-Diagnose bekam, begann ich mich intensiv mit meiner Menstruationsgesundheit zu befassen. Ich verstand plötzlich viel besser, wie mein Körper funktioniert und entwickelte das Bedürfnis, ihn in seiner genialen Leistung auf allen Ebenen zu unterstützen. Bezüglich Ernährung machte ich nicht nur Anpassungen, die generell das Hormonsystem ausbalancieren, sondern führte auch das zyklische Prinzip ein.

Was bringt die zyklische Ernährung?

Diese Ernährungsweise war für mich erstmals genial, um mich überhaupt mit meiner zyklischen Natur zu verbinden. Du fragst dich jetzt  vielleicht, wie ich das gemacht habe, wenn ich doch gar keine Perioden hatte. Das werde ich dir gleich weiter unten erklären. Auf jeden Fall war es für mich sehr heilsam, anzuerkennen, dass ich nicht jeden Tag gleich sein muss. Meinen Klientinnen mit Zyklusbeschwerden empfehle ich immer, ihre Ernährung an ihren Zyklus anzupassen, um sich mit ihrem weiblichen Körper zu verbinden. Dies ist oft eine Voraussetzung, um sich selbst besser zu spüren und folglich gesundheitsförderliche Entscheidungen zu treffen. Je nach Zyklusphase hat der Körper unterschiedliche Bedürfnisse in Bezug auf die Ernährung. Wenn diese Bedürfnisse berücksichtigt werden, verläuft nicht nur der Menstruationszyklus harmonischer, sondern das gesamte Wohlbefinden der Frau kann verbessert werden.

So geht die zyklische Ernährung

Um die Ernährung an deinen weiblichen Zyklus anpassen zu können, musst du erstmals verstehen, welche Phasen du durchläufst. Der Zyklus wird typischerweise in vier Phasen eingeteilt. Dabei kann metaphorisch von den vier Jahreszeiten gesprochen werden. In jdeder der vier Phasen laufen unterschiedliche hormonelle Prozesse ab und es sind unterschiedliche Doshas dominant. In der folgenden Übersicht sind diese Abläufe zusammengefasst. In der letzten Spalte findest du eine Beschreibung der jeweils passenden Ernährung.Wichtig: Die Nahrung sollte auch immer an deine individuelle Konstitution und deinen individuellen aktuellen Gesundheitszustand angepasst sein. Falls du mehr dazu erfahren möchtest, mache gerne eine Ayurveda Ernährungsberatung mit mir.

Wie kannst du dich zyklisch ernähren, wenn du keine Periode hast?

Das Tolle ist, dass der Menstruationszyklus dem Mondzyklus sehr ähnlich ist. Ich habe mich deshalb am Mond ausgerichtet. Falls du nicht weisst, wo du in deinem Zyklus stehst, empfehle ich dir, dasselbe zu machen. Dabei steht der Neumond für die Menstruation, der zunehmende Mond für die Follikelphase, der Vollmond für den Eisprung und der abnehmende Mond für die Lutealphase. Mache das solange, bis bei dir eine Blutung eintritt. Danach kannst du dich an deinen eigenen Zyklus richten. Falls du teilweise sehr lange Zyklen hast, gibt es zwei Möglichkeiten. Du kannst entweder intuitiv spüren, wann es Zeit ist vom Frühling in den Sommer und vom Sommer in den Herbst überzugehen oder du kannst dich an eine durchschnittliche Frühlings- und Sommerzeit richten und dann den Herbst solange ausdehnen, bis die nächste Menstruation eintritt.

So geht es ganz einfach

Wie du siehst, ist es gar nicht so kompliziert, dich zyklisch zu ernähren. Es hat einfach nur damit zu tun, deinem Körper jeden Tag das zu geben, was er gerade braucht – keine krasse Diät nötig! Hast du Lust, die zyklische Ernährung in dein Leben zu integrieren? Möchtest du noch mehr darüber erfahren, viele konkrete Umsetzungsmöglichkeiten lernen und Rezepte für die einzelnen Phasen erhalten? Dann melde dich gerne für das Webinar „Zyklische Ernährung“ an. Ich habe sogar noch ein kleines Geschenk für dich! Falls du zusammen mit einer Freundin teilnimmst, erhält ihr beide einen Rabatt. Hier kannst du mehr erfahren und dich anmelden: https://www.lisafilipe.ch/live-webinar-zyklische-ernaehrung/

Ich hoffe, der Artikel war spannend für dich und hat dich inspiriert, deine zyklische Natur mit der Ernährung zu berücksichtigen.

Alles Liebe und bis bald

Lisa

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